Der Banken-Rettungs-Wahnsinn

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Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher, Universität Ulm, hatte es in einem Aufsatz ( Hintergrundtext zum Vortrag anlässlich des 20-jähriges Jubiläum von Bengo in Bonn-Bad Godesberg am 04. November 2008. Überarbeitung des Textes „Weltinnen-
politik 2007“)  trefflich analysiert, als er die Politik der Bundesregierung und der zustimmenden Opposition (SPD, Grüne) in aller Deutlichkeit kritisierte.

Seine Analyse des FINANZMARKTES und seiner Akteure kann man wie folgt sinngemäß zusammenfassen:

Die Entgrenzung des Finanzsektors ist das eigentliche weltweite Problem. Der digitale Kapitalismus, ohne jede ausreichende rechtliche und ethische Begrenzung im Sinne adäquater Rahmenbedingungen, hat zu einer vagabundierenden Machtausübung ohne Verantwortung und hinreichender staatlicher Kontrolle geführt, so dass die Demokratie unterminiert wurde, einhergehend mit der Vergrößerung der sozialen Spaltung sowie der Zerstörung der Umwelt.

Auch die Geldschöpfung aus dem Nichts sowie die Vermeidung von Steuerzahlungen wurden als Kernprobleme des Finanzsektors identifiziert!

Im Gegensatz dazu, geriert sich die Bundesregierung mit Finanzminister Schäuble (CDU) als Komplize der Steueroasen, der kriminellen Steuerhinterziehung schlechthin.

Er diagnostizierte sogar die “Ausplünderung des Mittelstandes”, die in den Mainstream-Medien nicht vorkommen, auch weil die Bundestagswahl in 2013 bevorsteht.

Die Folgen des “digitalen Kapitalismus” werden wie folgt aufgezählt (verkürzte Wiedergabe):

– Steuerflucht

– Geldschöpfung aus dem Nichts, Aufbau von “Bubbles”

– Massive Umverteilung zu wenigen “Superreichen”

– Ausbluten des Mittelstandes

– Drohender Kollaps des Weltfinanzmärkte

– “Plünderung” zu Lasten von Umwelt, Frieden und Zukunftspotentialen

– Ausfransen der Demokratie

– Erzeugung von Hass

– Verlust der informationellen Selbstbestimmung

– Militarisierung der Gesellschaft

– Terror und Gegenterror – potentieller Bürgerkrieg

Betrachtet man das aktuelle Regierungshandeln vor diesem Hintergrund, dann wird die völlig unzureichende “Stückwerktechnologie” (nach Prof. Dr. Erich Staudt) der amtierenden Bundesregierung überdeutlich. Offenbar sind die Alt-Parteien bzw. deren Parteioligarchen nicht bereit, die offen daliegenden Probleme vom Kern her zu diskutieren und dafür Lösungen, national und international, zu finden.

Das Beschwören der scheuen Rehe des Finanzmarktes, wie häufig von der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgetragen, zeigt die mangelnde Sachkompetenz.

Unterstellt wird, dass die Handvoll Finanzmächtigen mit ihren Eigeninteressen sowie der “digitale Kapitalismus” (automatisierte Finanzspekulationen / Finanztransaktionen) rational reagieren und einer “politischen Logik” zugänglich sind. Wer das ernsthaft glaubt, der gehört eigentlich auf die “Couch” der Psychiatrie.

In Wirklichkeit wollen die Alt-Parteien (CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP) die Umverteilung von unten nach oben sowie die neoliberale Gier und Abzockerei zu Gunsten einer kleinen Schar von Eliten in der Gesellschaft aufrechterhalten und die kriminelle Steuerflucht im Kern unangetastet lassen.

Dass mit dieser Politik auch zunehmend der sog. Mittelstand in das “Prekariat” bzw. die “Armut” abgedrängt wird, scheint angesichts der “Kanzler-Umfragen” bei den bedrohten und selbst bei den bereits Betroffenen Mittelständlern noch nicht angekommen zu sein. Das kann sich aber schnell ändern, wenn die Realität sich nicht mehr verdrängen lässt. Denn die oben kurz beschriebene Politik lässt sich nur in der KRISE aufrechterhalten, wenn der Mittelstand ebenfalls zu Gunsten der Banken und Eliten geschröpft wird, um die exorbitanten Blasen- und sonstigen Verluste über Steuern und Abgaben zu finanzieren.

Jedenfalls kann das bereits jetzt vorhandene “Prekariat” (HartzIV-Empfänger, 400-Euro-Jobber, 1-Euro-Jobber, Zeitarbeiter, …) nicht weiter unter das “Existenzminimum” gedrückt werden.

Die tumben Befürworter der “Merkozy-Politik” werden erst in der Wirklichkeit ankommen, wenn sie selbst massiv zur Kasse gebeten werden!

Ein Autor, Taxpayers Association Europe, Rolf von Hohenau, bei den MMnews kommt zu folgender Schlussfolgerung:

Deshalb lautet unser Aufruf immer wieder:

www.stop-esm.org

Das bedeutet auch, diese Personen, die Bundeskanzlerin Merkel, ihr Finanzminister und alle  Helfershelfer (auch der Opposition!) müssen schnellstens gestoppt werden, bevor sie in Deutschland und Europa noch mehr Schaden anrichten als ohnehin schon geschehen und für die Zukunft zu erwarten ist. Es darf nicht sein, dass die deutschen Bürger in einem Jahrhundert zum 3. Mal vollkommen ruiniert und fremden Mächten ausgeliefert werden. Und genau das droht, wenn es so weitergeht wie bisher und obendrein die völlig unkontrollierbare ESM-Mega-Bank ihren Betrieb aufnehmen sollte. Wer Deutschland ruiniert, ruiniert auch Europa! Das gilt es zu verhindern.

Dem Appell ist nichts hinzuzufügen.

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3 Antworten to “Der Banken-Rettungs-Wahnsinn”

  1. spessart Says:

    Obwohl mir der Artikel zu polemisch formuliert ist, stimme ich in weiten Teilen zu.
    Was Merkel und Schäuble für alternativlos halten, ist der Versuch, sich gegen den Markt zu stemmen. Das kann nur schief gehen, denn wie Ludwig Erhard schon sagte:

    Selbst wenn wir wider alle Vernunft handeln und gegen alle Warnungszeichen blind und taub bleiben – die inneren Gesetze eines weltweiten freien Marktes werden uns zur Besinnung zwingen. Die Menschen haben es zwar zuwege gebracht, das Atom zu spalten, aber nimmermehr wird es ihnen gelingen, jenes eherne wirtschaftliche Gesetz aufzusprengen, das uns verbietet, mehr zu verbrauchen, als wir erzeugen.

  2. jwbibaothy Says:

    asboubovoegvfstjdi, glbesypvqq

  3. eelfwmlkju Says:

    uswwhbovoegvfstjdi, http://www.dnqlhczdsw.com oqoywruvxv

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