Berlin: Der (Terror-) Anschlag, der lange als möglicher Unfall dargestellt wurde

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An und für sich ist es eine Binsenweisheit, dass die POLIZEI in Berlin die Ermittlungsergebnisse erst nach vorläufigem Abschluss der Ermittlungen bekanntgeben kann. Was sich aber gestern die ARD-Medien geleistet haben, ist an absurder Berichterstattung kaum noch zu überbieten.

Zu den wesentlichen Fakten und Schlussfolgerungen:

Es lagen bereits nach wenigen Stunden Meldungen vor, dass der Spediteur von einer Entführung des LKW und des Fahrers ausging. Das Fahrzeug hatte Stahl geladen; die Fracht sollte am nächsten Morgen ausgeliefert werden. Der Spediteur selbst ging von einer Entführung des LKW und des Fahrers aus. Daraus lässt sich schließen, dass der polnische Fahrer ALLEINE, wie es allgemein üblich ist, die Fahrt angetreten hatte.

Völlig unverständlich ist, dass nach Stellungnahmen der POLIZEI die Angaben des Spediteurs als “Spekulation” eingeschätzt wurden. Es war sogar die Rede von der Möglichkeit, dass ein betrunkener Fahrer den “Unfall” ausgelöst haben könnte. Wie die POLIZEI und die MEDIEN nach den schlüssigen Informationen bis heute noch von einem möglichen “Unfall” ausgehen wollen, ist an und für sich ein Skandal.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Fahrer polnischer Herkunft um den Cousin des Spediteurs.

Die POLIZEI berichtete darüber, dass eine Person im Beifahrerhaus “gestorben” aufgefunden wurde. Die Medien bezeichneten den Toten unter Anderem als “Verdächtigen”.

Nur ein anscheinend etwas besser informierter Reporter sprach “gerüchteweise” davon, dass die POLIZEI  bezogen auf den Toten im Fahrerhaus von einem “Kapitalverbrechen” ausgehen würde und der sehr schnell festgenommene mutmaßliche Fahrer aus Pakistan stammen könnte. Die etwas umständliche Bezeichnung “Kapitalverbrechen” verschleierte den juristischen Laien, dass es sich (gerüchteweise) um Hinweise auf die Ermordung des polnischen Fahrers handelte.

Damit war c.p. die ständig als Möglichkeit vorgetragene UNFALL-These nicht mehr haltbar.

Dass der IS bzw. ein “irakischer Zweig” sich zu der Tat bekannt hatte, wurde lange als nicht besonders glaubhaft dargestellt, weil es sich nicht um die ansonsten vernehmbaren IS-Stellen gehandelt hätte, die Bekenner-Nachrichten verbreiten und teilweise auch Bilder oder Namen der Täter veröffentlichen.

Sehr früh nach dem Anschlag hatte bereits die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen (normalerweise erst zuständig bei Terroranschlägen).

Die ARD beklagte noch gegen Mitternacht, dass der Bundesinnenminister bereits von einem mutmaßlichen Anschlag ausging, nicht von dem bis dahin hochgehaltenen “Unfall”.

Ein junger Mann berichtete als beinahe “Augenzeuge” der Flucht des Fahrers, dass Schüsse zu hören gewesen wären.

Berichtet wurde auch darüber, dass der POLIZEI offensichtlich Warnungen Tage zuvor übermittelt wurden, dass mit einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin zu rechnen sei.

Heute Morgen wurde berichtet, dass der mutmaßliche Fahrer / Täter über pakistanische Papiere verfügte, es aber noch nicht klar sei, ob die Papiere gefälscht sind und mithin dann eine andere Herkunft anzunehmen wäre. Der Mann soll über die “Balkan-Route” vor wenigen Monaten eingereist sein.

Eigene Bewertung der Nachrichten:

Dass insbesondere die ARD-Medien so lange an der behaupteten Unfall-These” festhielten, kann nur als Medienskandal eingeordnet werden.

Richtig wäre gewesen, von Hinweisen zu sprechen, die auf einen Anschlag hindeuten, allerdings erst die Ermittlungsergebnisse abgewartet werden müssten.

Lange wurde beinahe “ständig” darüber berichtet, dass es sich bezogen auf den LKW um ein Fahrzeug mit “polnischem Kennzeichen” handeln würde. Als ob das Kennzeichen a priori “täterrelevant” sein könnte? Augenscheinlich ging es darum, so lange wie möglich die bereits anfängliche unwahrscheinliche These eines Unfalls aufrechtzuerhalten bzw. die Öffentlichkeit von den bereits vorliegenden Fakten abzulenken, die eher einen gezielten ANSCHLAG nahelegten.

Seitens der ARD wurde sogar der Bundesinnenminister kritisiert, der gegen Mitternacht bereits von einem ANSCHLAG sprach, von dem mutmaßlich auszugehen sei. Das hörte sich so an, als ob die im Vorfeld abgestimmte vorläufige politische Einordnung des Vorfalles unerwartet und vorschnell aufgegeben wurde.

Frau / Mann darf gespannt sein, ob die Abgeordneten in Berlin jetzt einen Untersuchungsausschuss fordern, der die möglicherweise weitgehend ignorierten Warnhinweise bewertet.

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