Bargeldverbot als Vorbereitung auf den drohenden Finanzcrash

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An und für sich sollte jedem Bürger, der inzwischen gelernt hat, den Mainstreammedien wenig Glauben zu schenken, klar sein, dass das avisierte Bargeldverbot – Prof. Bofinger hat für die Bundesregierung die Diskussion eingeläutet – dringend benötigt wird, um die Sparer, vor allem die Rentner und den Mittelstand, angesichts des bevorstehenden Finanzcrashs zu schröpfen.

In einem vorhergehenden Artikel hatte ich auf den “Machtaspekt” bzw. die Einschränkung der Freiheit der Bürger hingewiesen.

Der kurzfristige Aspekt, im Sinne des Ausflusses des kriminellen GELDSYSTEMS (Stichwort: ungezügelte Geldschöpfung aus dem NICHTS, gepaart mit kriminellen Casino-Wetten der institutionellen Anleger), wurde von Ernst Wolf bei TELEPOLIS beschrieben.

Daraus ein Auszug, der jeden Bürger, auch vor dem Hintergrund der Selbstverantwortung für sich und die Familie, wachrütteln sollte:

“Hintergrund ist die Zinsentwicklung, die die Finanzindustrie mittlerweile zur Einführung von Negativzinsen zwingt. Sie veranlasst die Einleger, ihre Konten zu räumen und nimmt den Banken die Möglichkeit, in Notsituationen auf diese Gelder zurückzugreifen. Es geht also nicht darum, Zahlungen zu vereinfachen oder die Schwarzgeldwäsche zu verhindern, sondern darum, durch die Abschaffung von Bargeld jederzeit Zugriff auf Bankeinlagen zu haben, um einfache Bürger im Notfall zugunsten der Finanzindustrie enteignen zu können. “

In den Hinterstuben der Ministerien dürften sich seit geraumer Zeit “geheime Arbeitsgruppen” damit befassen, ob bei dem nahenden “unvermeidlichen” FINANZCRASH eine sog. HAIRCUT bei Sparern und Kleinanlegern ausreicht, oder ob beispielsweise auch massiv in die Sozialsysteme eingegriffen werden muss, nur um das Vermögen der Reichen und Superreichen, der KONZERNE und institutionellen Anlegen wie Versicherungen und Hedgefonds zu schonen.

Hinzu kommt, dass durch den nahenden,  nicht vermeidbaren FINANZCRASH die EU auch durch die abnehmende Akzeptanz der Bürger ins Wanken geraten könnte. Die Gründer der EU, die auf den Abbau der Demokratie setzten, zu Gunsten von sog. NGOs (Konzerne, Finanzwelt, …), also einer kleinen Zahl von Eliten, hatten den Bürgern in der EU einen Bärendienst erwiesen, als sie die “soziale Komponente”, die Deutschland in der Vergangenheit so erfolgreich machte, aus den Augen verloren.

Nur nebenbei sei darauf hingewiesen, dass es der EU bis heute nicht gelungen ist, ein eigenes zukunftsfähiges Wirtschafts- und Demokratie-Modell zu erarbeiten, das sich von dem zerstörerischen Raubtierkapitalismus US-amerikanischer Prägung eigenständig abgrenzt. Von den wohlformulierten Absichten, im Lissabon-Vertrag und anderen EU-Dokumenten, sollte sich niemand täuschen lassen, da die EU klar und unübersehbar ein DESPOTISCHES Konstrukt ist, regiert von NGOs und demokratisch nicht legitimierten Kommissaren.

Mit der EURO- und Schuldenkrise, ausgelöst bzw. mit verursacht durch die kriminelle Geldschöpfung aus dem NICHTS, wurde die Überforderung der EU mit ökonomischen Fragen offenkundig. Obwohl die Professoren Hankel, Nölling, Starbatty und Schachtschneider bereits bei der Euro-Einführung in Deutschland die von der Politik angestrebten “volkswirtschaftlichen Fehlleistungen” und deren zu erwartenden Folgen offen debattierten, waren die “tausenden Experten” in Wirtschaft und Politik mit der vorgehaltenen erkennbaren WAHRHEIT überfordert. Nationalstaatliche Egoismen hinderten jedenfalls die EURO-Fanatiker daran, aus den vorliegenden volkswirtschaftlichen Analysen wirksame Schlussfolgerungen zu ziehen und gezielte Gegenmaßnahmen für die EU-Länder zu beschließen, die ihre Konkurrenzfähigkeit verlieren mussten.

Aber dazu hätte es im Vorfeld eine Art EU-Sozialcharta geben müssen, die die Einhaltung des “Inflationszieles” konkret unterstützt hätte.

Dass Deutschland mit der genau gegenteiligen Politik (Stichwort: AGENDA 2010) die EURO-Folgen wegbrechender Konkurrenzfähigkeit bei Einhaltung des EU-Inflationszieles von rd. 2 % / anno geradezu konterkariert bzw. beschleunigt hatte, zeigt die Engstirnigkeit der verantwortlichen Regierungen auf. Die viel gerühmten Exporterfolge basieren vornehmlich auf dem Schuldenaufbau der EU-Länder, deren Zahlungsfähigkeit bzw. volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die skizzierten Zusammenhänge sollen aufzeigen, dass das anvisierte Bargeldverbot anscheinend überwiegend mit der Enteignung der Normalbürger in der zu erwartenden FINANZCRASH-Krise bewältigt werden kann, weil sich der Staat, vor allem auch Deutschland, durch die jahrzehntelange einseitige Förderung der “international agierenden” KONZERNE und FINANZELITEN der Handlungsfähigkeit beraubt hat. Das aus volkswirtschaftlicher Sicht toxische Missverhältnis bei der Einkommens- und Vermögensverteilung dürfte als grandiose Fehlleistung der UNION, der SPD und der FDP in die deutsche und europäische Wirtschaftsgeschichte eingehen.

Dass ausgerechnet die amtierende Bundeskanzlerin dieses Missverhältnis EU-weit zementieren, ja sogar noch ausbauen will (siehe Griechenland-Politik), zeugt von einer unglaublichen Verachtung des Souveräns, der in dem angestrebten EU-Einheitsstaat keine Rolle mehr spielen soll.

Da wundert es nicht weiter, wenn aktuell den Bürgern die Themen BARGELDVERBOT, die Übertragung der Kompetenz für den Einsatz der Bundeswehr auf die EU und nicht zuletzt TTIP und ähnliche Abkommen zugemutet wird, weil die ANGST vor der KRISE und dem möglichen ausufernden UKRAINE-Konflikt bei vielen Bürgern noch ungebrochen ist und das eigene Nachdenken lähmt.

Nur in Krisenzeiten lässt sich durch die “Lähmungserscheinungen der Bürger” der längst beabsichtigten Demokratieabbau durchsetzen.

Widerstand nach Artikel 20 Absatz 4 GG ist längst geboten. Die Bürger müssen endlich die Kraft aufbringen, ihre Ängste zu überwinden, die Wahlurnen aufzusuchen und die VERANTWORTLICHEN abzuwählen. Jede andere Regierungszusammensetzung wäre ein Segen.

Allerdings wäre die FDP nicht hilfreich, weil das absurde, ja idiotische Argument, PRIVAT vor STAAT dazu geführt hatte, dass sich die Kommunen ihrer finanziellen Basis für eine regionale Arbeitsmarktpolitik selbst beraubt hatten. Die wenigen sinnvollen Privatisierungen wurden zu einer Privatisierungswelle entwickelt, die den Bürgern zunehmend das Geld aus der Tasche zieht, der gewinnmaximierenden Zielsetzung des Shareholder Value folgend.

Das wirksamste Mittel, sich gegen solche Entwicklungen zu stemmen ist, wie kann es anders in der Demokratie sein, die Wahlstimme sorgfältig und verantwortlich einzusetzen. Wahlverweigerung stärkt nur das WEITER SO WIE BISHER.

Es gibt immer Alternativen; nichts ist ALTERNATIVLOS, wie es die Bundeskanzlerin behauptet.

Fordern wir die Bundestagsabgeordneten auf, das BARGELD für die Bürger zu erhalten und für eine Wirtschaftspolitik zu sorgen, die das toxische volkswirtschaftliche Missverhältnis der Vermögens- und Einkommensverteilung beseitigt. Dann werden auch die SPIELCASINOS dieser Welt weniger frequentiert.

Es sollten Ideen entwickelt werden, wie diejenigen zur Kasse gebeten werden können, die die Nutznießer der GELDSCHÖPFUNG aus dem NICHTS und der kriminellen Spekulationen waren. Hier kann es m.E. nur internationale Lösungen geben, beispielsweise in Form einer Sonderabgabe (Reichensteuer) oder der “Transaktionssteuer mit Zweckbindung” und signifikant höherer Besteuerung von Zins-, Börsen- und Aktiengewinnen (Steuerart: Kapitaleinkünfte).

Das BARGELDVERBOT ist der falsche Weg. Jeder Bürger sollte sich gegen den weiteren Demokratieabbau zur Wehr setzen.

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2 Antworten to “Bargeldverbot als Vorbereitung auf den drohenden Finanzcrash”

  1. jojo471160 Says:

    Dazu muß zuerst einmal das Gesetz geändert werden, denn Giralgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Bis dahin sehe ich die Gefahr noch nicht akut, aber gegeben, weil es Umgehungsmöglichkeiten gibt.

    • Eckhard Schulze Says:

      Die „No-Bailout-Klausel“ wurde auch problemlos missachtet und der „ESM“ hat ja wohl mit „Rechtsstaatlichkeit“ geradezu nichts zu tun. Da darf an der Gewaltenteilung bzw. der Durchsetzung demokratischer Rechte gezweifelt werden.

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