Harms-Einreiseverbot: Die westlichen Reaktionen sind an Lächerlichkeit kaum zu überbieten

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An und für sich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich im Konfliktfall die Parteien gegenseitig mit Sanktionen überziehen. Die westlichen Sanktionen wirken wie eine europäische Selbstbestrafung, weil die Folgen hauptsächlich von Unternehmen in Europa zu tragen sind. Dass Bush & Co. sich auf die Schenkel schlagen, weil es endlich gelungen ist, einen dauerhaften Keil zwischen Russland und die EU zu treiben, liegt offen auf der Hand.

Wenn jetzt der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Rebecca Harms, die Einreise nach Russland verweigert wurde, stellt das eine zu erwartende Reaktion dar.

Peinlich nur, wie der Präsident des Europäischen Parlamentes auf das Einreiseverbot reagiert hatte. Schulz überschlug sich einmal mehr mit Empörung in der Stimme. Dem Mittelmaß scheint es bis heute noch nicht aufgegangen zu sein, dass die von Sanktionen betroffenen in Russland darauf reagieren und ihrerseits Sanktionen verhängen.

Die nicht gespielte Empörung, auch einiger anderer Politiker in Deutschland, zeigt offenbar verwirrte Geister auf, die mit ihrer absurden und mehr als fraglichen “Rechthaberei” sich beleidigt zeigen, wenn der vermeintliche Gegner zu ähnlichen Mitteln greift.

Offenbar ist es den Empörten nicht klar, wie albern das in der Öffentlichkeit wirkt. Hier zeigt sich, für die Bürger beschämend, wie viele “ Kleingeister hohe und höchste Ämter erklommen haben. Dass Dummheit und Stolz gefährliche Eigenschaften sind, zeigte sich beispielsweise im Vorfeld des 1. Weltkrieges.

Die wenig souveräne Reaktion auf das Einreiseverbot betrifft ausgerechnet eine Politikerin, die mit einseitiger Kritik gegen Russland noch nie gespart hatte. Auch in den Parlamenten fehlt es augenscheinlich an Politikern, für die faires und ausgewogenes Verhalten eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Das medial peinlichst hochgeputschte Thema wurde dann mit der Nachricht garniert, dass da eine LISTE existieren soll, auf der noch weitere Namen von Politikern enthalten sind, die das Einreiseverbot treffen würde. Denn das Einreiseverbot der gelernten Garten- und Landschaftspflegerin gab nicht mehr viel her, um die bekannte und vom ARD-Presserat kritisierte “einseitig” gegen Russland gerichtete Berichterstattung auszuschmücken.

Frau/Mann darf allerdings annehmen, dass selbst tumbe Journalisten zuweilen ein Gefühl dafür haben, ob die verbreitete Nachricht des Einreiseverbotes, verschärft durch die Reaktionen unserer Mittelmaß-Politiker, nicht besser unterblieben wäre.

Abzulesen ist das dann am nächsten Tage an den veröffentlichten Nachrichten; das heutige weitgehende Ausbleiben der gestrigen Empörung ist ein Indiz dafür, dass die “mediale Verpackung” des Themas eher ein Griff in die berühmte Kloschüssel war.

Und wenn allseits ein Schmunzeln der Kontrahenten mit Anspruch auf Wahrnehmung der persönlichen Autorität daraus folgen sollte, dann sollte die Chance zur umfassenden Abrüstung, verbal und militärisch, genutzt werden.

Ein Augenzwinkern könnte hilfreich sein.

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