van-Elst-Badewanne: Da werden Journalisten zu Hyänen

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An und für sich erscheint es geradezu grotesk, wenn einem Bischof die private Badewanne vorgeworfen wird. Die Causa Wulff erfährt eine Fortsetzung, die peinlicher nicht sein kann.

Bereits bei Bundespräsident Wulff (CDU) verschleierte die neoliberale Journaille, dass auf Wulff die Hatz begann (Springer & Co.) als zu befürchten war, dass er die „alternativosen“ Banken-Rettungspakete, insbesondere die schier unglaublichen ESM-Regelungen, nicht als oberster Notar Deutschlands unterschrieben hätte. Das Frauen-Trio (Angela Merkel, Friede Springer, …) funktionierte einmal mehr, wie es Georg Schramm in seinen treffenden Vorträgen immer wieder erwähnt.

Pikant im Hatz-Fall Bischof van Elst ist die Tatsache, dass die katholische Kirche bis heute der Öffentlichkeit kaum offenglegt hat, wer über investive Mittel letztlich entscheidet; auch das Kirchenrecht bietet kaum Einblick hinter die Kulissen.

Und den Hetzern kommt angesichts der bereits optischen Schönheit der Bauwerke in Limburg nicht in den Sinn, dass van Elst möglicherweise für die Zukunft gebaut hat, weil die Immobilien seine Amtszeit lange überdauern werden.

Der Schmieren-Journaille scheint es einerlei zu sein, dass die Bürger mit der „unchristlichen“ Politik der Kanzlerin, nämlich die „Unschuldigen“ im Wesentlichen bei den Verbrechen der Eliten zur Kasse zu bitten, ein Skandal ist der es wert wäre, einmal christlich-ethisch genau unter die Lupe zu nehmen. Stattdessen verbreitet die Schmieren-Journaille die Nachricht, dass sich der Bischoff eine Badewanne leisten würde, die 15.000 Euro verschlungen hätte, obwohl doch Bescheidenheit nach Amtsantritt des neuen Papstes angesagt wäre.

Damit wird die „Selbstverständlicheit“ medial verbreitet, dass die Kirche gefälligst ihr Vermögen sorgsam einzusetzen hätte, auf jeden Fall nicht für eine als Luxus angesehene Badewanne.

Aber damit begibt sich die Schmieren-Journaille auf Glatteis. Angesichts der krass ungerechten Umverteilung der Einkommen und Vermögen von unten nach oben hätten diese Schreiber bereits aus „christlichen“ Erwägungen heraus vollmundig fordern müssen, dass es in Deutschland und Europa nicht so weitergehen kann, auch weil diese Politik zum volkswirtschaften Niedergang der Südschiene in der EU mit beigetragen hat und damit Hundertausende, ja Millionen von EU-Bürgern in die Armut katapultiert hat.

Aber die Journalisten konzentrieren sich derzeit auf einen Mann der es wagt, sich eine Badewanne anzuschaffen, die nicht alle 10 oder 15 Jahre ausgetauscht werden muss.

Dass gestern bei JAUCH sog. „Berater“ auftauchten, deren Aufgabenstellung nicht so ganz klar wurde, kann nur als Lachnummer gewertet werden. Der Auftritt des Beraters war an Unseriosität nicht zu überbieten. Es wurde noch nicht einmal der Öffentlichkeit hinreichend klar gemacht, dass solche kirchlichen Berater keinerlei Befugnisse haben bzw. normalerweise nur agieren dürfen, wenn sie von den Vertretern der Kirche konkret dazu eingeladen werden. Hier wurden Aufgaben suggeriert, die gar nicht vorhanden waren. Der fragwürdige Charakter solcher Berater zeigt sich darin, dass sie sich sogar erdreisten, den „Geisteszustand“ des Bischofs in Frage zu stellen.

Beinahe peinlich wirkte die Information, dass „nur“ ca. 2 bis 2,5 Millionen Euro Kirchensteuer bei dem Invest eingesetzt wurde. Der Rest wird, so die Mutmaßung, aus dem Vermögen der Kirche geschöpft; bezogen auf die Diozöse Limburg soll das Bauprojekt etwa 1/3 des Vermögens verzehrt haben.

Es bleibt die Frage, was die Schmieren-Presse in Deutschland umtreibt, eine Angelegenheit der katholischen Kirche so massiv zu skandalisieren. Qui bono?

Ist es die Absicht der Ablenkung von den wirklich wichtigen Themen, der bevorstehenden Aufgabe des Nationalstaates, so wie es Merkel, Schäuble und Co. vorschwebt? Sind es die neuen dunklen Wolken am Horizont, die die nächste Finanzkrise ankündigen? Ist es die Vorbereitung auf die nächsten drastischen Einschnitte, wenn sich die neoliberalen Umverteiler darauf konzentrieren, die bereits veröffentlichte Chance 2020 (Stichwort INSM, Wolfgang Clement) durchzusetzen und tiefe Einschnitte in die Sozialsysteme zu fordern?

Es könnte sein, dass die Schmieren-Presse mit den „Badewannen-Themen“ die notwendige neue Armut propagieren wollen, damit die Eliten in der Gesellschaft weiterhin die Umverteilung von unten nach oben aufrechterhalten können!

Wer sich von „Badewannen“ beeindrucken lässt, der hat die Psychologie/Politik solcher gezielt herbeigeführter Kampagnen immer noch nicht verstanden.

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