Abwärtsspirale: Die Eurokrise lässt grüßen und von der Umverteilung von unten nach oben und weiteren Absichten

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Während die Bundesregierung über neue Steuergeschenke vor der Bundestagswahl fabuliert, meldet sich die in die Schuldenkrise umbenannte Eurokrise zurück.

An und für sich sollte den Politikern und den Täuschern der Mainstream-Medien längst klar sein, dass die “Schuldenbegrenzungsprogramme” in der EU-Südschiene zu Nachfrageausfall in Deutschland führen muss. Noch vor wenigen Wochen hatte man landauf und landab die Weisheit verkündet, dass Deutschland rd. 60 % der Waren und Leistungen in die EU liefert.

Hier zeigt sich, dass die Absicht der Bundesregierung, insbesondere der FDP, an der Umverteilung von unten nach oben mit aller Kraft festzuhalten, zu einer europaweiten Rezession führen muss. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die “Massenkaufkraft” in der Südschiene der EU um rd. 30 % im Sinne einer absurden Sparpolitik  im Abschwung selbst herbeigeführt wurde.

Auch das Merkel & Co. sich in Europa unbeliebt gemacht hatten (Stichwort: Griechenland soll einige Inseln usw. verkaufen …), trägt zum Nachfragerückgang in Deutschland bei.

Die absurde und für die EU-Volkswirtschaften toxische Umverteilungspolitik von unten nach oben führt zu Verwerfungen, die sich jetzt allmählich zeigen.

Selbst SPON formuliert jetzt vorsichtig, dass die Wirtschaft in Deutschland an Kraft verliert.

Die Steigbügelhalter der Umverteilung von unten nach oben sehen sich jetzt mit einer zu erwartenden Entwicklung konfrontiert, die man wahrscheinlich wieder auf dem Rücken der Arbeitnehmer und Sozialhilfeempfänger austragen will.

Auf der lesenswerten Homepage von Dr. Jahnke werden die “volkswirtschaftlichen Wahrheiten” ungeschminkt genannt und grafisch illustriert:

Nach den heutigen Zahlen des Statistischen Bundesamts, ging der Gesamtumsatz der gewerblichen Wirtschaft im Juni saison- und kalenderbereinigt um 1,6 % zurück. Dabei fiel der Umsatz mit der Eurozone gegenüber Juni 2011 um 3,8 %. Verglichen mit dem Gipfel im März 2011 ist der Umsatz in die Eurozone bereits um 6,9 % gefallen (Abb. 17286). Gegenüber dem Gipfel vom April 2008 vor Ausbruch der Krise beträgt der Rückgang sogar schon 16,9 %.

Auch das Inland hat einen Auftragsrückgang von 28 % zu verzeichnen (siehe auf der Homepage von Dr. Jahnke weiter unten). Die mangelnde Kompetenz der Bundesregierung bei der Bewältigung der FINANZKRISE bzw. gar die Absicht, die Demokratie für die Zementierung der Umverteilung von unten nach oben über den undemokratischen “EU-Einheitsstaat” aufzugeben, dürfte zu diesem dramatischen Rückgang beigetragen haben.

Dass “Sparen in der Rezession” unmöglich ist, hat Prof. Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNCTAD in Genf, in einem KONTEXT-Interview überzeugend dargelegt. Informativ ist auch diese Kontext-Sendung zum Fiskalpakt.

Den  Analysen von Prof. Heiner Flassbeck kann kaum etwas entgegengesetzt werden. Insofern wäre zu fragen, warum die Bundesregierung solch einen absurden Kurs verfolgt.

Sparen in der Rezession, wie von UNION und FDP in der EU für Deutschland durchgesetzt, führt direkt in die “Stagflation” (=stagnierende Wirtschaft bei gleichzeitig inflationärem Preisauftrieb).

Anstatt endlich die Banken zu reformieren, die toxischen Spekulationen europaweit zu unterbinden, für mehr Wachstum zu sorgen und endlich in Deutschland die Löhne und Gehälter wieder ansteigen zu lassen, will man vielmehr die KRISE zur Durchsetzung des EU-Einheitsstaates und zum Abbau der Demokratie in Deutschland nutzen.

Nigel Farage, Abgeordneter im EU-Parlament, wird bei paperblog wie folgt zitiert:

“Aus finanzieller Sicht ist es lachhaft, da es das gleiche Geld ist, welches im System herumwirbelt. Wir wissen, dass das am Ende nicht funktionieren wird. Doch der finstere Aspekt ist die Absicht von Männern wie (dem italienischen Ministerpräsidenten) Mario Monti und meinem alten Freund Van Rompuy, die eigentlich die Völker dieser Länder versklaven und sie in ihre neue europäische Ordnung sperren wollen. Und es ist deswegen erschreckend, weil es letztlich bedeutet, dass die Menschen dies zurückweisen und dagegen rebellieren werden. Sie werden sich dagegen mit Gewalt auflehnen und mit politischem Extremismus rebellieren.”

Der neoliberale Wahnwitz führt sogar dazu, dass man den Aufkauf der “CDS” aus der Schweiz (Stichwort: Nachweis der Verlagerung der steuerhinterzogenen Milliarden in andere Länder) seitens der Bundesregierung kritisiert.

Politiker der UNION und der FDP scheuen sich nicht, die Nachweise der “kriminellen Steuerhinterziehung in Milliardenhöhe” ablenkend und euphemistisch als “Hehlerei” zu bezeichnen. Angesichts der desolaten Finanzlage der Länder und Kommunen handelt es sich vielmehr um Notwehr und die Erkenntnis, dass die seitens der UNION und der FDP seit Helmut Kohl (CDU) “geduldete” Steuerhinterziehung nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Die “geistig-moralische Wende” des Altkanzlers war in Wirklichkeit der Auftakt zu Betrug und geduldete, systematische Steuerhinterziehung sowie der Politik der Umverteilung von unten nach oben, deren Ergebnisse wir jetzt angesichts der Krisen besichtigen können.

Dass dennoch angesichts der Umfragewerte das Ansehen der Bundeskanzlerin so hoch ist liegt unter Anderem auch daran, dass die Mainstream-Verblödung ihre Wirkung zeigt. Die Zahl der noch “durchblickenden” Bürger außerhalb der Nutznießer der Umverteilung von unten nach oben dürfte gering sein und für die von den Medien und dem maroden Bildungssystem kritiklos geformte  Masse ist eher die Zukunftsangst und die mangelnden Alternativen bei den Altparteien ausschlaggebend für das Fortschreiten der  “demokratischen Agonie” (=Hinnahme der Umverteilung von unten nach oben bis hin zum Abbau der Demokratie über den Quasi-EU-Einheitsstaat –> Fiskalpakt/ESM).

Selbst das beabsichtigte Absenken der “Sozialversicherungsbeiträge”, ein Wahlgeschenk für die Unternehmen auf Drängen der FDP, wird von den Arbeitnehmern immer noch nicht als Lohn- und Gehaltskürzung erkannt! Denn der Arbeitgeberanteil als Lohn- und Gehaltsbestandteil wird abgesenkt und damit auch z.B. der “Rentenbeitrag”. Auch von den Gewerkschaften ist wenig zu hören. Wenn es in den Rentenkassen zu viel Geld gibt, dann könnte man ja beispielsweise nachfragewirksam die kleineren Renten anheben, die Beschäftigung damit verbessern und dadurch zu einer weiteren (finanziellen) Gesundung der Sozialsysteme beitragen. Aber das passt nicht in das Denkschema der “Umverteilung von unten nach oben”.

Nur nebenbei sei angemerkt, dass angesichts des systematischen Steuerbetruges und der systematischen Umverteilung von unten nach oben die aktuelle “Stilisierung” des “Generationenbetruges” besonders pikant ist. UNION und FDP und die sie stützenden Medien lassen nichts aus, um die Umverteilung von unten nach oben mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Dass der “Generationenvertrag” jetzt als wesentlicher Bestandteil der Demokratie in Zweifel gezogen wird zeigt die Absicht, Jung gegen Alt auszuspielen und von den wirklichen Ursachen der Schieflagen in Deutschland und Europa abzulenken.

Denn es gibt in Wirklichkeit kein “Rentenproblem”, wenn beispielsweise die Umverteilung von unten nach oben beendet wird, weil dann durch mittelfristig signifikant höhere “Durchschnittsgehälter” die Einnahmen der Sozialversicherung enorm ansteigen würden. Auch die konsequente Schließung der “Steueroasen” würde es den EU-Ländern ermöglichen, ihre Schuldenberge Jahr für Jahr erheblich abzubauen. Aber davon wollen UNION und FDP nichts wissen, weil sie womöglich die Aufdeckung “schwarzer Konten” in den Steueroasen zu befürchten haben!

Es ist ja auch so leicht, die medial berieselte und desinformierte Masse ruhig zu halten und dazu zu bewegen, überwiegend “konservativ” zu wählen. Jedenfalls dürfte die Weigerung der UNION und der FDP, die Steueroasen zu schließen und die Steuerhinterziehung massiv zu bekämpfen, nicht zu einem spürbaren Stimmenverlust bei den Wahlen führen. Die fehlende Erkenntnis bei der Bevölkerung, dass “Kriminelle” und “Versager” und “Antidemokraten” schlicht abgewählt werden müssen, um die Demokratie zu verteidigen, dürfte auf der bildungspolitisch gezielt herbeigeführten mangelnden Zivilcourage beruhen. Eine Entwicklung, die mittelfristig auch die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Deutschland beeinträchtigen dürfte.

Es gibt allerdings eine kleine Gruppe von Bürgern, die vernehmlich ihre Proteste artikulieren, allerdings kaum von der Mehrheit der Bürger in Deutschland wahrgenommen.

ELFI’S kritische Wochenschau, auf der Homepage von Dr. Jahnke, zitiert folgendes von HUMANICUM (Aufruf zum Widerstand gegen die Finanzautokratie):

Wir wollen nicht in einer Finanz- und Kapitaloligarchie leben, die eine neue Form einer wirtschafts – faschistischen Diktatur darstellt…Merkels marktkonforme Demokratie ist nichts anderes als eben diese Diktatur über die Finanz- und Wirtschatslobby. Der ESM und die darauf aufbauende Fiskal und Banken Union werden auf europäischer Ebene dazu führen, dass die Bürger unseres Landes enorme Abgaben zu bezahlen haben, um das Finanzsystem zu stützen und seine Profite zu generieren. Der ESM bedeutet die Aufgabe der finanzwirtschaftlichen Hoheit an ein vor- und undemokratisches Euro-Direktorium, das über dem Recht steht, von niemandem belangt werden kann und doch zugleich jeden belangen kann. Das über unser aller Vermögen und die Früchte unserer Arbeit verfügen kann, ohne dem deutschen Volk Rechenschaft ablegen zu müssen… ”Keine Besteuerung ohne Repräsentation!” ist einer der absoluten Grundsätze der Demokratie.

Wer für den ESM war oder ist, ist unseres Erachtens ein Hochverräter. Er oder sie unternimmt den Versuch, die Demokratie und die freiheitliche Grundordnung der Bundesrepublik zu stürzen. Widerstand gegen jegliche Diktatur ist Bürgerrecht und Pflicht. Es wird daher erstattet: Strafanzeige gegen die Mitglieder der Bundesregierung, Mitglieder des Bundestages und des Bundesrates der Bundesrepublik Deutschland welche dem ESM-Vertrag zugestimmt haben wegen Hochverrates und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gemäß §81 – §83 StGB..

Dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg hat, weil das Unglaubliche Regierungspolitik geworden ist, gehört zu den Wahrheiten in dieser Zeit.

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2 Antworten to “Abwärtsspirale: Die Eurokrise lässt grüßen und von der Umverteilung von unten nach oben und weiteren Absichten”

  1. lista de emails Says:

    i agree. thanks lista de emails lista de emails lista de emails lista de emails lista de emails

  2. silver price Says:

    16.19 Uhr: Die Reaktionen auf das Sparpaket lassen nicht auf sich warten. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier kritisiert eine Umverteilung von unten nach oben. Die Koalition hätte zunächst die Steuererleichterungen wie die Hotelsteuer zurücknehmen sollen. Es gebe viele Ungereimtheiten in dem Paket. Die SPD werde bei den Beratungen den Finger in die Wunde legen, sagt Steinmeier.

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