Was gesagt werden musste …

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An und für sich muss man Obacht geben, wenn der hochgelobte, nie nobelpreisverdächtige Schriftsteller der Mainstream-Medien, Henryk M. Broder, nicht in seinem Spaßauto fährt und banales, zuweilen zynisch wirkendes  Geplauder dem nach kurzer Zeit gelangweilten Publikum aufdrängt, sondern sich selbstüberschätzend in Schlagzeilen verirrt, um den Lesern zuzurufen: “Ich bin auch noch da; mir hätte man doch auch längst einen so angesehenen Preis geben können”.

Jetzt hat er sich flugs an Günter Grass gerieben, als die ertappt wirkende, aufgescheuchte JOURNAILLE verschreckt wahrnehmen musste, dass die seit Monaten filigran aufgebaute KRIEGSPROPAGANDA nackt und bloß dastand, entlarvt mit wenigen Zeilen des Nobelpreisträgers für Literatur. Ausgerechnet ein Gedicht, ein paar Zeilen, geschrieben als Herzensangelegenheit, vor allem und ausgerechnet für die Mehrheit der friedliebenden israelischen Bürger, die von den in Deutschland schreibenden Journalisten nicht wahrgenommen werden wollen.

Denn es geht darum, endlich KRIEG zu führen, die Waffen sprechen zu lassen, wie es bereits lange ersonnen und geplant war.

Und der KRIEG würde jetzt so schön ablenkend wirken; die Durchsetzung des EU-Einheitsstaates wäre angesichts solch einer “Schock-Therapie” (nach Naomi Klein) geradezu eine Kleinigkeit.

Aber jetzt rührt der lange leise gebliebene Schriftsteller ein Thema an, das mit wenigen Zeilen den Schleier der Kriegs-Psychologie der Mainstream-Medien aufdeckte; wenige Worte sind es, die kraftvoll, aber auch ausgewogen und behutsam und mit persönlicher Demut der Wahrheit eine Stimme geben. Eine unüberhörbare Stimme, getragen durch die Fähigkeit, Gefühl und Ratio zu einer Botschaft zu verbinden, die Kriegsgeilheit einiger Politiker und Journalisten vielleicht noch gerade rechtzeitig anzuprangern, damit nicht ein Flächenbrand entfacht wird, der möglicherweise sogar in einen Weltkrieg münden könnte.

Der Vorschlag, dass die Kontrahenten ihre Waffenarsenale gegenüber der Welt offenlegen und kontrollieren lassen, also der Iran und Israel Kontrolleure willkommen heißen und sich der Wahrheit stellen, brüskiert die Ertappten deutschlandweit. Nicht das dadurch etwa so etwas wie “Friedensgespräche” entstehen könnten, fürchten die Befürworter der “U-Boot-Lieferungen”. Atomwaffenfähige Trägersysteme als “Wiedergutmachung”, ein erneuter Schlag ins Gesicht der Opfer der Weltkriege, und zu allen Zeiten hatten die “Schmierfinken” der schreibenden Zunft ihren Anteil an den dann folgenden Verbrechen. Zutreffend heißte es: Erst stirbt die Wahrheit, dann die Menschen.

Günter Grass gab in einem Interview bekannt, dass der Chefredakteur der Zeit, Giovanni Lorenzo, Freund und Förderer des Plagiators zu Guttenberg, den Abdruck des “Friedens”-Gedichtes ablehnte. Noch vor wenigen Monaten hätte niemand geahnt, dass sich DIE ZEIT in solche kleingeistigen “Abgründe”bewegt, die man ansonsten allenfalls der Zeitung mit den großen Buchstaben sofort zugetraut hätte.

Aber auch DIE ZEIT wurde von dem sich ausbreitenden Mittelmaß nicht verschont; das Gift der neoliberalen, kriegs- und profitgeilen Ideologie hat beinahe alle gesellschaftlichen Bereiche durchdrungen. Niemand wagt es in den Medien, den verzweifelten Selbstmord des Rentners in Athen mit der “Schuldenbegrenzungspolitik” der Bundesregierung in Zusammenhang zu bringen! Vor diesem Hintergrund wird die kleingeistige, mittelmäßige Qualität dieser “Lorenzos” offenkundig, denen von der Bedeutung her Ethik, Gewissen und Anstand offenbar nicht mehr beigebracht wurde.

Beide “Ereignisse” plakatieren den Zustand der gleichgeschalteten Medien und  den Marionetten in den Redaktionsstuben, die zum Teil willfährig und vorteilsheischend der “zynischen Vernunft” frönen, die in den 80er Jahren bereits Peter Sloterdijk so treffend beschrieben hatte (Stichwort: Kritik der zynischen Vernunft).

Heiner Geißler (CDU) hatte vor wenigen Monaten den amtierenden Bundesaußenminister als “Esel” bezeichnet, als er die Anekdote des “Lieblingspferdes”, das Kaiser Caligula bei einem Saufgelage zum Konsul ernannte, um seine “Politiker” zu verspotten, auf humorvolle und treffende Art abwandelte, um das Thema der “spätrömischen Dekadenz” richtig “einzuordnen”. Heute hatten wir es mit einer ganzen Herde zu tun.

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2 Antworten to “Was gesagt werden musste …”

  1. Samantha Eavenson Says:

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  2. Peter Says:

    Aufschlussreiche Ausfuehrungen! Ich werde mich damit in Zukunft mehr auseinandersetzen! Bin gespannt auf die naechsten Posts!

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