“Hellas”: Der Tragödie letzter Teil?!

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An und für sich glaubt man es ja kaum, wenn jetzt, nach mehr als 2 Jahren, so etwas wie ein Haircut von 70 % (inklusive Zinsen) zustande kommen sollte.

Aber VORSICHT; ehe man nicht die Dokumente im Originaltext lesen kann, bleiben die Politiker der UNION und der FDP unglaubwürdig; da wurde in der Vergangenheit zu viel die Wahrheit unterdrückt und das Recht gebeugt.

Zweifelhaft bleibt, ob Griechenland sich trotz der neuen Verhandlungsergebnisse mit der EU und dem IWF sowie “Ackermann” überhaupt noch retten kann?! Tatsache ist, dass durch die absurde Bankenrettung viel Zeit verloren wurde und die griechische Volkswirtschaft bereits nahezu am Boden liegt.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre eher ein Schuldenschnitt von 85 % (inklusive Zinsen) vonnöten gewesen; die “Ackermänner” haben sich anscheinend erneut mit Erfolg mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, endlich das als notwendig längst Erkannte auch zu akzeptieren.

Vor diesem Hintergrund wirken die seinerzeit zäh verhandelten “echten” 30 % Schuldenschnitt für die Banken wie eine Idiotie die deutlich macht, dass es den Banken nur darum ging, schnell in der Folgezeit ihre toxischen Papiere und Forderungen auf die “Zentralbanken” bzw. die EZB zu und damit den Steuerzahler in Europa zu verlagern.

Jetzt dürften die 70 % sogar eher “dürftiger” in der Summe ausfallen, als vorher mit den 30 % oder etwas mehr.

Hier sollte einmal transparent gemacht werden, auf welcher Schuldenbasis der Griechen die Prozentsätze damals und heute berechnet wurden. Da dürften sich einige Mainstream-Kommentatoren die Augen reiben, wenn die Wahrheit (irgendwann) herauskommt. Die 70 % dürften bezogen auf die “absoluten Beträge” niedriger bei den “Privatbanken” ausfallen, als beim ersten Haircut.

Insbesondere die “Privatbanken” hatten seit dem ersten “Haircut”, wissend, dass das nicht reichen wird, vielfältige Anstrengungen unternommen, um die LASTEN (Forderungen an Griechenland) “trickreich” auf die Steuerzahler in den EU-Ländern bzw. auf die Landesbanken, die Bundesbank und die EZB zu verlagern. Deshalb brauchte es viele Monate, bis kurz vor dem endgültigen Kollaps. Ein übles Spiel mit den Bürgern in Griechenland, die gestern mit mehr als 10.000 Protestanten ihren Unmut herausgeschrien hatten, nicht nur aus Wurt, sondern vielfach aus Verzweiflung, weil viele ihre Kinder nicht mehr ausreichend versorgen können.

In den Mainstream-Medien kam das kaum vor; die Not der  Menschen interessiert nicht; die Bürger in Deutschland werden durch “Dschungelcamp”, “DSDS” und ähnliche “Qualitätsserien” berieselt. Denn die anderen Bürger in den EU-Ländern sollen erst gar nicht auf den Gedanken kommen, dass sie vielleicht selbst in nächster Zeit mit ähnlichen Entwicklungen konfrontiert werden.

Nicht so ganz ohne Absicht hatten einige Boulevard-Zeitungen monatelang den “Normalbürger” in Griechenland (direkt/indirekt) in der Wahrnehmung der Bürger in Deutschland als “SCHULDIGEN” für die Krise dargestellt.

Und diese Idiotie hat bei nicht wenigen Lesern der Zeitung mit den großen Buchstaben ja auch gefruchtet; umso leichter konnten dann die ELITEN in Griechenland die Milliarden an Euro noch schnell in die Steueroasen schaffen.

Das war das üble Spiel, zu Lasten des Steuerzahlers in Europa, um die Banken und die Eliten mit ihren leistungslosen Einkommen zu retten. So funktioniert der Kapitalismus, den man bei UNION und FDP verlogen als “soziale Marktwirtschaft” immer noch umschreibt.

Dass die Taugenichtse der UNION und der FDP dabei gegen ihren Auftrag bzw. die Regierenden gegen ihren Amtseid verstoßen hatten, weil sie das Wohl der Bürger mit dieser neoliberalen Politik mit Füßen getreten hatten, kommt in der Wahrnehmung der Bevölkerung kaum vor.

Die Politik richtet sich gegen die Bürger in Europa; sie missachtet das Grundgesetz und sogar den Lissabon-Vertrag.

Die MMnews haben in einem Artikel (zitiert über RADIO UTOPIE) die aktuelle Situation informativ dargestellt:

Banken gerettet, GR pleite, Demokratie tot

Daraus an dieser Stelle nur der Ausblick:

Mitleid, Mitgefühl, Hilfe, Verständnis und Solidarität, nach innen wie nach außen, sind keine Erfindung. Sie sind reale, durch Millionen Menschen in Deutschland und in anderen Ländern Europas gelebte Werte – nur nicht durch die Berliner “Partei”-Oligarchen und ihre DienerInnen, welche unter perfidem Zynismus jede positive menschliche Eigenschaft per se als Beute und Triebfeder für ihre Interessen ansehen und missbrauchen wollen.

Doch dieser Zug ist abgefahren. Ein Ausbruchsversuch wird fehlschlagen. Die Büttel des Kapitals sitzen in der Falle. Oder um es drastisch zu formulieren: das Grundgesetz wird auch in Athen verteidigt und umgekehrt. Und Gnade Gott den Hochverrätern.

Ein treffender Hinweis. Deutschland wurde und wird nicht am Hindukusch verteidigt. Richtig ist aber, dass das deutsche Grundgesetz auch in Athen verteidigt wird.

Das sollten wir in Deutschland langsam begreifen und uns nicht von den Euphemismen der Union und der FDP, die sich mit Begriffen wie “Exportweltmeister” tagtäglich schmücken lassen, in Wirklichkeit aber die Bürger damit von der Wahrheit medial ablenken und täuschen wollen. Denn die Früchte der Arbeit der vielen Menschen sind in Wirklichkeit nur bei wenigen angekommen; die Früchte werden und wurden im Wesentlichen von den leistungslosen Eliten und den Anteilseignern der großen DAX-Konzerne im Ausland abgegriffen, weitgehend “steuerbefreit” versteht sich, oder über die “Steueroasen”.

Wer die Reste der Demokratie in Deutschland und Europa verteidigen will, der muss die UNION und die FDP aus der Regierungsverantwortung herauswählen. Das gilt auch für die (bisherigen) Wahlverweigerer.

Weitersagen könnte helfen.

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2 Antworten to ““Hellas”: Der Tragödie letzter Teil?!”

  1. Peter Says:

    Super Post. Würde gern mehr Artikel zu dem Thema sehen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

  2. Floria Says:

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