Der einfältige (E10-) Jakob

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Es ist an und für sich schon interessant, wie da die Journaillie die Politik der neoliberalen Gierigen und Abzocker betreibt

Da schreibt Jakob Augstein (Jahrgang 1967) bei SPON folgendes:

Stattdessen will man sich der Hysterie hingeben. Man bedenke: Die Leute sind in der Lage, innerhalb von Minuten den billigsten Flachbildschirm im Land ausfindig zu machen, aber sie scheitern an der Frage, ob ihr Auto eine zehnprozentige Ethanol-Beimischung verträgt. Das ist erbärmlich. Was ist aus diesem Volk geworden?

Erbärmlich ist allenfalls der technische Sachverstand des Autors, von “Betriebswirtschaft” oder gar “Rechtsfragen” ganz zu schweigen.

Zu “technischen Risiken” berichtete der Sender WDR am 18.02.2011 folgendes:

E 10: Gefahren für Rasenmäher, Oldtimer und Bootsmotoren
 
Für unseren Kfz-Meister und Sachverständigen Peter Millies hat der vermeintliche Biokraftstoff noch mehr Nachteile. „Da sind ja nicht nur die Autofahrer, die jetzt genau darauf achten müssen, was sie tanken. Es betrifft ja jeden Motor, den Rasenmäher, die Standheizung, das Motorboot, alle Zweiräder und auch die Oldtimer. Was die Besitzer solcher Motoren dringend beachten sollten: Wenn E 10 zu lange im Tank lagert, etwa über den Winter, bildet sich eine Art
Schlacke, die sich absetzt. Ich muss also vor dem Einlagern den ganzen Sprit aufwendig abpumpen.“

Das macht deutlich, wie oberflächlich dieser SPON-Jakob so daher schreibt. Dem einfältigen “Journalisten” ist scheinbar noch nie aufgegangen, dass die Industrie gerne den Verbrauchern die Risiken überlässt.

Daher macht es Sinn, ein paar weitere Fachhinweise zur Kenntnis zu nehmen, ehe man sich auf das Geschwätz solcher Journalisten einlässt, die leider LEGION sind. Dazu von den Fachleuten folgendes:

Über den ökologischen Sinn bezie-
hungsweise Unsinn dieses Kraftstoffes
lässt sich streiten, fest steht jedoch,
dass der neue Sprit aggressiver auf
manche Kunststoffe und Metalle wirkt.

Eine nicht unbeachtliche Aussage, selbst für den technischen Laien. Und hier noch ein paar weitere interessante Hinweise von fachkundiger Seite:

Und vor allem bei der stetig
wachsenden Zahl von Old- und Young-
timern ist das Risiko einer Bioethanol-
Unverträglichkeit besonders hoch. In
diesen meist noch mit Vergaser ausge-
rüsteten Fahrzeugen reagieren dessen
Dichtungen mit einer beschleunigten
Alterung auf den neuen Sprit.

Experten warnen vor Fehlbetan-
kungen, denn bei Fahrzeugen, die das
E10 nicht vertragen, kann bereits eine
Tankfüllung das Kraftstoffsystem dau-
erhaft schädigen. Kommt es einmal zu
einer Fehlbetankung, sollten die Auto-
fahrer unbedingt vermeiden, den Mo-
tor zu starten, sondern umgehend eine
Werkstatt in der Nähe damit beauftra-
gen, den falsch getankten Kraftstoff
vollständig aus dem System zu entfer-
nen.

Und das man die “gläubigen Kunden” auch über die Bedeutung von Oktanzahlen aufklären sollte, dürfte dem Tropf auch nicht geläufig sein. Ähnliches gilt für technische Fragestellungen, die sich auf den Einbau von “Motorersatzteilen” beziehen, die nicht vom Autohersteller stammen. Sind da “technische Risiken” ausgeschlossen?

Es fällt auf, dass die Automobilindustrie keine “Langzeitstudien” über die E-10-Testmotoren veröffentlicht. Halten die Motoren bei Einsatz von E 10 nur rund 90.000 km, wie einige Fachleute (hinter vorgehaltener Hand) befürchten?

Einmal mehr sollen die Risiken auf den Verbraucher abgewälzt werden und vielleicht verspricht sich sogar die Industrie ein “Zusatzgeschäft”, wenn die “Motoren” oder andere Fahrzeugteile frühzeitiger ausfallen. Natürlich wird dann die “Fachwelt” behaupten, dass E 10 damit nichts zu tun hat. Nachtigall …

Und warum übernehmen die Automobilkonzerne keine Haftung / Garantie für den Einsatz von E 10, selbstredend besonders für ältere Fahrzeuge, wenn der Einsatz von E 10 in Motoren so unkritisch ist?

Nur nebenbei bemerkt: Der Primitiv-Journalismus ist der Grund, warum die Auflagen seit Jahren nachlassen. Das Internet hat allenfalls dazu beigetragen, dass die “Flachnasen” viel deutlicher erkennbar werden, weil sich die WAHRHEIT und der Betrug und die neoliberale Gier und Abzockerei sich nicht mehr so einfach verschleiern lässt.

Auch die Umweltschutzfragen scheinen dem SPON-Experten entgangen zu sein. Hierzu nur ein Äußerung von vielen Kritikern, die die Umwelt wirklich schützen wollen.

 BUND schrieb dazu bereits 2008 folgendes:

Der BUND kritisierte außerdem die im Klimapaket enthalte EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie für Agrartreibstoffe als „Täuschungsmanover“. Treibstoff von Palmöl- oder Sojaplantagen werde künftig auch dann als nachhaltig eingestuft, wenn dafür Urwald abgeholzt worden sei. Auf diese Weise bekomme selbst die Vertreibung der lokalen Bevölkerung durch Agrarkonzerne und Ölfirmen das Nachhaltigkeits-Label. „Die verheerenden ökologischen und sozialen Folgen des Beimischungszwangs sollen mit der sogenannten Nachhaltigkeitsrichtlinie für Agrartreibstoffe gezielt verschleiert werden“, sagte Weiger.

Angesichts der vielen ungeklärten Fragen (technische Risiken, nicht veröffentlichte Ergebnisse über E-10-Einsatz-Studien zur Haltbarkeit von Motoren, Haftungs- und Garantiefragen) kann dem Verbraucher nur Zurückhaltung empfohlen werden. Vor diesem Hintergrund ist die Schönfärberei der Taugenichtse der UNION und der FDP nur ein Beweis dafür, dass es einmal mehr nur um die Parteispenden geht und die Bürger der Gier und der Abzockermentalität der Konzerne beinahe schutzlos ausgeliefert werden. Denn wer E 10 nicht tanken will, der soll den Ölmultis die Taschen mittels überhöhter Preise für den Superkraftstoff füllen.

Wählt die Taugenichtse der UNION und der FDP bei den nächsten Landtagswahlen aus der Regierungsverantwortung. Das wäre die richtige Antwort auf diese absurde Politik.

Jede andere Regierungskoalition wäre ein Segen für Deutschland und Europa und die Zukunft der Kinder.

Weitersagen könnte helfen.

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