277 “Kunduz-Waisenkinder” interessieren nicht!

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Es ist schon an und für sich ein Skandal, dass die ARD-Sender die unselige Huldigung eines Verteidigungsministers, der in vielen Fragen bereits seine Inkompetenz bewiesen hatte, nicht aufgeben kann/will. 

Die letzte Sendung von Anne Will zu diesem Themen-Komplex hat die Süddeutsche Zeitung (SZ) wie folgt plakatiert:

Bitte abtreten: Traumatisierte Soldaten interessieren bei Anne Will nur am Rande. Viel lieber spricht man über die Reisen von Dirk Niebel, die Taliban und die Pechsträhne von Verteidigungsminister Guttenberg.

Dabei hatte Jürgen Todenhöfer (ehemals CDU-Mitglied) eindrucksvoll auf die 277 Waisenkinder in Kunduz hingewiesen, denen die Väter durch den Einsatzbefehl von Oberst Klein genommen wurden. Nur nebenbei sei erwähnt, dass der Einsetzbefehl des deutschen Kommandeurs gegen die bestehenden US-Einsatzvorschriften für Kampfflugzeuge verstoßen hatte, so jedenfalls der Bericht der US-Untersuchungskommission.

Das Waisenhaus mit den 277 Kindern hat bis heute niemand von der Bundesregierung oder dem Parlament besucht, schon gar nicht der Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU), so jedenfalls Jürgen Todenhöfer.

Ist es nicht ein Skandal, wenn der untaugliche Verteidigungsminister mit KERNER und Konsorten im Schlepptau sich in Kunduz medial präsentiert, ohne sich um die Waisenkinder und die Verstümmelten zu kümmern?

Tatsache ist, dass die Bundesregierung, voran der royale Kanzler in spe zu Guttenberg, die Opfer und die Hinterbliebenen, insbesondere die 277 Waisenkinder, nicht mehr zur Kenntnis nehmen will. Man hat die Opfer bzw. deren Familien schnell mit ein paar lächerlichen Almosen abgefunden, die oft noch nicht einmal zur Bezahlung der Operationen ausreichten.

Von der schönen Guttenberg-Fassade bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man an die vielen Kinder denkt, die so kaltherzig behandelt wurden und werden. Da fehlt es schlicht an Charakter. Da wirken die rhetorischen Kunststücke im Bundestag und vor den Mikrofonen wie eine Verhöhnung der Opfer.

Ein Dank an Jürgen Todenhöfer, dass er es geschafft hat, das wahre Gesicht des Verteidigungsministers zu Guttenberg öffentlich zu machen.

Selbstverständlich wird die Primitiv-Journaille, wie gestern bei “Maischberger”, Adelige und andere naive Begeisterte wie “Oma Emma” präsentieren, die dem charakterlosen Minister auch weiter huldigen werden. Aber das hilft den 277 Kindern nicht.

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