Henryk M. Broder zu Sarrazin

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Ich kann es mir nicht verkneifen, auf die an und für sich entlarvenden, aber beinahe “humorvollen” Bemerkungen von Henryk M. Broder bezogen auf die “Sarrazin-Hysterie” der Medien und der Politik hinzuweisen. Daraus nur ein kurzer Auszug; die Lektüre des gesamten Interviews lohnt sich:

Henryk M. Broder: Wir erleben ein Phänomen der Massenhysterie. Ich beobachte das mit Entsetzen. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, dass sich sogar eine Kanzlerin zu einer Buchveröffentlichung geäußert hätte, und dann auch noch mit dem Satz, dieses Buch sei „nicht hilfreich“. Wenn Sie jetzt anfangen, Bücher danach zu beurteilen, ob sie „hilfreich“ sind oder nicht, können Sie vermutlich 95 Prozent aller Bücher einstampfen. Das Komische daran ist, dass unsere Gesellschaft „Querdenker“ ja so wahnsinnig schätzt. Wenn jemand sagt, der denkt „unbequem“, dann ist er schon automatisch ein öffentlicher Held. Das ist alles falsch. Es gibt die Wertschätzung der „Querdenker“ in Wirklichkeit nur so lange, wie sie und die anderen Provokateure sich an die Regeln halten. Ich finde es absolut bedenklich, dass eine ganze Gesellschaft querbeet durch die Parteien und Verbände über einen Mann herfällt und nicht einmal den Ansatz von Bereitschaft zeigt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was er schreibt.

Eigentlich müssten die “hysterischen” Journalisten und Politiker – einschließlich der “Bundes-Merkel” -, Hand in Hand mit dem SPD-Barden Gabriel jetzt in den Keller gehen, eine Kerze anzünden und eine Runde im Chor jammern: “Wehe uns, wir  sind erkannt!”

Und der „Esel“ (frei nach Heiner Geißler) Guido Westerwelle mit seiner „spätrömischen Dekadenz“ wird bei SPON wie folgt zitiert:

„Herr Sarrazin leitet Wasser auf die Mühlen des Rassismus und des Antisemitismus“, sagte Parteichef Guido Westerwelle.

Der Taugenichts sucht offenbar an der falschen Stelle nach „richtigen Sätzen“, mit denen er sich „rehabilitieren“ kann. Da sollte ihm seine unmittelbare Umgebung einmal raten, sich besser nicht mit intellektuell anspruchsvollen Themen zu befassen, weil er mit dem Nachplappern von vermeintlichen „Weisheiten“ leicht in die Spottlinie von Henryk M. Broder geraten kann, sofern sich der überhaupt mit ihm befassen will.

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