Love-Parade: Debakel in Duisburg

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Die an und für sich berechtigte Kritik an den Veranstaltern und Verantwortlichen kommt leider zu spät. Es war geradezu peinlich und erschreckend, wie der Oberbürgermeister (CDU) in der Pressekonferenz auf die schrecklichen Ereignisse reagiert hatte, denn selbst dem Laien ist einleuchtend, dass im einzigen Tunnel-Zugang zu dem Gelände nicht auch noch massenhaft zurückdrängende Menschen bewältigt werden konnten!

Und es bestehen erhebliche Zweifel, ob die Verantwortlichen gestern die Wahrheit gesagt hatten. Es gab Berichte von Betroffenen, die sich so gerade noch retten konnten, dass auch im Tunnel Menschen umgekommen sind.

Aber das wird noch zu klären sein. Festzuhalten ist, dass einmal mehr die Partei-Abgesandten auch mit solchen Entscheidungen überfordert sind!

Wenn man zukünftig solche Katastrophen vermeiden will, dann muss man die originäre Kompetenz der Handelnden, die überwiegend von den Parteien gestellt werden, mit der gebotenen Entscheidungs-kompetenz bei solchen Fragestellungen abgleichen!

Aber da darf man sicher sein, dass selbst aus den Sitzungs-protokollen die geäußerten Bedenken nicht hinreichend beschrieben sind. Wie kann man von einer “Stadtverwaltung”, die sich aus Karriere-Parteigängern rekrutiert erwarten, dass kompetente Entscheidungen dort getroffen werden können?

Bereits bei der Idiotie der abgeschlossenen Private-Public-Partnership-Verträge (PPP-Verträge) vieler Kommunen, die die Gemeinwesen in der Finanzkrise an den Rand des finanziellen Chaos geführt haben, zeigte sich die mangelnde Kompetenz der von den Parteien dominierten Besetzung der Führungsebenen. Es liegt auf der Hand, dass Parteikarrieren in vielen Fällen dazu führen, dass viele Führungspositionen mit völlig untauglichem Personal besetzt werden.

Das ist die eigentliche Ursache!

Was der gesunde Menschenverstand nahe legt, dass der Tunnel als einziger Zu- und Abgang nicht geeignet sein konnte, erschließt sich den arroganten Parteikarrieristen nicht. Anscheinend wähnen sich die Parteien in Besitz des Nürnberger Trichters, der den Parteispitzen jede Kompetenz einflößt, so dass sie jedes Amt wahrnehmen können.

Aber wir werden es erleben, dass mit allerlei Allerweltsplätzen von den eigentlichen Ursachen abgelenkt wird: Es ist die mangelnde Kompetenz der Entscheidungsträger, denen häufig jede fundierte Führungserfahrung fehlt!

Das kann man auch in anderen Fällen ablesen, beispielsweise bei der spätrömischen Dekadenz des Taugenichtses Guido Westerwelle. Dieses Beispiel an der Spitzenposition “Außenminister und Vizekanzler” zeigt, wie groß die Differenz zwischen Anspruch des Amtes und die Wirklichkeit der persönlichen Eignung sein kann!

Das gilt auch für andere Positionen, die von den Parteien in den Kommunen und den Ländern wie selbstverständlich besetzt werden.

Gefährlich wird es dann, wenn solche Leute ihre fehlende sachliche und persönliche Entscheidungskompetenz in Sachfragen nicht reflektieren und sich darauf konzentrieren, Entscheidungen aufgrund ihrer von der Partei verliehenen Machtstellung durchzusetzen! Dann wird es sehr gefährlich.

Aber das ist nicht nur ein Phänomen der Kommunalebene, es ist augenscheinlich ein grundsätzliches Problem in Deutschland, das sich nicht mehr verstecken lässt.

Dass auf der Grundlage mangelnder Kompetenz, der völligen Fehleinschätzung der eigenen Person, wie sie durch Partei-Karrieren gefördert werden, Fehlentscheidungen getroffen werden, lässt sich an tausenden von Beispielen der letzten Monate festmachen.

Die Machtfülle der Parteien in Deutschland korreliert nicht mit der benötigten persönlichen und sachlichen Kompetenz in wichtigen Positionen, das wusste man spätestens seit Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher.

Um nicht missverstanden zu werden: Niemand kann eine Experte für jede Fragestellung eines Amtes sein. Aber wenn die Überheblichkeit der durch Parteien vermittelten Machtpositionen dazu führt, dass selbst in Spitzenpositionen einer Stadt oder eines Landes oder in der Bundesregierung Parteigänger ankommen, denen es an fast allen Voraussetzungen mangelt, dann sind die Fehlentscheidungen, teilweise mit schlimmen Auswirkungen wie in Duisburg, wahrscheinlich.

Eine “Familienministerin” ohne Kinder wird kaum zu einer Familienpolitik fähig sein, die den Namen verdient. Denn sie kann die Situation von Müttern nicht nachempfinden. Auch ein “Außenminister”, der noch vor wenigen Jahren die “18” unter den Schuhsohlen hatte, wird im Ausland kaum auf große Anerkennung und Respekt stoßen. Und eine Kanzlerin, die an und für sich nur durch die Spendenaffäre ihres Ziehvaters an die Macht gespült wurde, wird die Interessen der Bürger in Deutschland weder national noch international wirksam vertreten können. Dass das Euro-Rettungspaket der EU von der Kanzlerin nur noch abgenickt werden konnte, beweist meine Ausführungen!

Wohin die allzu dominierenden PARTEIEN Deutschland und die Kommunen geführt hat, können wir an vielen KATASTROPHEN festmachen. Auf der Ebene der Kommunen hat es leider die Bürger betroffen, die eigentlich nur feiern wollten.

In Afghanistan betrifft es die Soldaten, die mit ähnlicher Kompetenz in einen völlig absurden Waffengang geführt wurden.

Auf dem Arbeitsmarkt betrifft es die vielen Bürger in der Arbeitslosigkeit oder in prekären Arbeitsverhältnisses. Ursächlich für alle Katastrophen ist ein Parteien-System, mit denen sich die Medien arrangiert haben und die die JOURNAILLE nach Kräften unterstützt, damit das WEITER SO WIE BISHER die Machtstrukturen, die Umverteilung von unten nach oben erhält.

Und das die Gier und die Abzockermentalität auch eine Rolle gespielt hat, wird im Portal der WAZ-Mediengruppe DERWESTEN berichtet:

Polizei wirft Veranstalter Geldgier vor

Duisburg. Massive Vorwürfe gegen die Veranstalter der Loveparade erhebt die Polizeigewerkschaft nach der tödlichen Massenpanik: Sie hätten die Veranstaltung trotz Bedenken der Sicherheitskräfte im politischen Raum durchgedrückt – aus materiellen Interessen.

Den BÜRGERN bleibt nur der Protest und ihre Wahlstimme, um die Verhältnisse zu verändern. In Hamburg hat sich gezeigt, dass die Bürger bezogen auf die Schulpolitik kompetenter sind als CDU und GRÜNE, denn ein 6jähriges gemeinsames Lernen in der Schule macht wenig Sinn, wenn nicht die Sprachbarrieren im Vorfeld (Kindergarten, Vorschule, Familie) überwunden werden! Noch mehr Aktionismus der Parteien in solch einem wichtigen Feld konnte so gerade noch durch Volksentscheid korrigiert werden.

Der Bürger ist auch angesichts der Katastrophe in Duisburg aufgerufen, sich in die Politik einzubringen. Vielleicht hätten sogar LESERBRIEFE und Briefe an die Stadt Duisburg Wirkung entfaltet, wenn Bürger mit gesundem Menschenverstand vor den leicht erkennbaren Tunnel-Risiken hätten warnen können. Aber das wäre nur möglich gewesen, wenn die getroffenen Entscheidungen und die vorhandenen Bedenken von Polizei und Fachwelt rechtzeitig vorher transparent gewesen wären. Fakt ist, dass einige an der Veranstaltung interessierte Bürger dann doch nicht hingegangen sind, weil sie vorher von der “Einbahnstraße” Tunnel gehört hatten und solch einer Organisation nicht trauen wollten bzw. sie als gefährlich einschätzten.

Und wenn von am Entscheidungsprozess Unbeteiligten bereits solche Erkenntnisse / Risikoeinschätzungen nach kurzer Überlegung aufkommen dann ist die Frage mehr als berechtigt, wie die Verantwortlichen in Duisburg die vorhandenen Bedenken von Fachleuten so einfach an die Seite entscheiden konnten?

Die Parteien haben Deutschland in vielen Bereichen der Gesellschaft in die Krise geführt. Es ist die Machtfülle der Parteien, die sich der Vernunft, der Ethik und dem Sachverstand in den Weg stellt.

Der Bürger hat es in der Wahl-Hand, die untauglichen Parteien aus der Verantwortung zu nehmen.

Weitersagen könnte helfen.

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Eine Antwort to “Love-Parade: Debakel in Duisburg”

  1. Loveparade Duisburg 2010: Die Berichterstattung der Medien ist bizarr « An und für sich Says:

    […] erweist sich, dass meine Analyse vom 28. Juli, mit der ich auf die Entscheidungsprozesse und die mangelnde Kompetenz der politischen […]

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