Kirgistan: Interessante Parallelen zu Deutschland

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Jetzt könnte man sich fragen, warum man an und für sich ausgerechnet Deutschland mit Kirgistan vergleicht?!

Die Antwort ergibt sich aus einer Überschrift der Zeitung FREITAG:

Marktradikale Wirtschaftspolitik westlicher Berater und die Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) bereiteten den Boden für eine soziale Dauerkrise

Grundsätzlich kann man diese Aussage auch auf Deutschland und die EU beziehen. Es gibt ein paar pikante Details, die auch auf Deutschland zutreffen und die  ich nicht vorenthalten will:

Kirgistan wurde zum Vorzeige-Staat für den besonders schnellen Ritt zur Marktwirtschaft. 1998 wurde das Land Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Der Beitritt führte zum „nachhaltigen Abbau nationaler Produktionsstrukturen“, stellt die Studie nüchtern fest.

Die Parallelen zur “Entwicklung” der Länder der “Ex-DDR” sind auffallend. Bei den “neuen Bundesländern” kam hinzu, dass man aufgrund der verdeckten Fortsetzung des KALTEN KRIEGES die Wirtschaftsbeziehungen zum ehemaligen OSTBLOCK beenden sollte.

Es hätte heißen müssen, die Schocktherapie der westlichen Berater überlebte die Bevölkerung nur durch die Bestellung der eigenen, kleinen Gärten und Äcker. Heute trägt die so genannte „Schattenwirtschaft“ 60 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Die “Schwarzarbeit” als letzte Rettung für diejenigen, die durch die neoliberale Politik der Steigbügelhalter für die Gier und die Abzockerei gezielt an den Rand der Gesellschaft gedrückt wurden, ist mit der Entwicklung in Kirgistan vergleichbar.

Die Privatisierung habe zur „Bereicherung einer kleinen Oberschicht“ geführt, heißt es in der Bertelsmann-Studie. Etwa 60 Prozent der Staatsbetriebe Kirgistans sind heute privatisiert.

Die Politik der Bereicherung der Gierigen und Abzocker hat in Deutschland schwindelnde Höhen erreicht. Während der alleinerziehenden Mutter mit SGB-Bezügen das “Erziehungsgeld” verweigert wird, darf die nie arbeitende Millionärs-Gattin mit Kleinkind den Höchstsatz von 1.800,00 Euro kassieren. Und Politiker wie Lindner (FDP) verhöhnen noch die Betroffenen öffentlich, weil durch den Entzug des “Erziehungsgeldes” für das Kleinkind die “Arbeitsaufnahme” prekärer Arbeitsverhältnisse gefördert wird!

Und die Journaille feiert und stützt diese Art der eiskalten, Menschen verachtenden Politik. Denn von diesen WAHRHEITEN erfährt man bei den ARD-Sendern wenig bis gar nichts!

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