Horst Köhler: Nachtreten beim Abschied

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Die Berichterstattung im Fernsehen (Das Erste) war gespickt von offener Kritik an dem verabschiedeten Bundespräsidenten, weil sich die Journaille an und für sich immer noch nicht die Gründe für die Amtsniederlegung eingestehen mag.

Es war der mangelnde Respekt vor dem Amt, die Ignoranz der fundierten Hinweise bezogen auf die Finanzkrise sowie die Erkenntnis, dass die Bundesregierungen bezogen auf “Kriegseinsätze” seit Jahren das Grundgesetz missachten!

Der ARD-Abgesandte, Ulrich Deppendorf, machte seinem Namen alle Ehre, mit ihm die Schar der anderen Steigbügelhalter für den neoliberalen Schwachsinn, den die Öffentlichen seit Jahren verteidigen und fördern.

Prof. Dr. Horst Köhler hatte zu spät erkannt, auf was er sich da eingelassen hatte. Als er noch “Staatssekretär” war, ging es noch ein Stück seriöser zu, als heutzutage.

Heute hat selbst die Bundeskanzlerin keine Skrupel, wenn sie anordnet, den alleinerziehenden Müttern noch das letzte Hemd für die Kleinkinder wegzunehmen, während den Millionärs-Frauen, die noch nie gearbeitet hatten, wie selbstverständlich der Höchstsatz von 1800 Euro/Monat weiterhin geschenkt werden!

Alleine das Beispiel zeigt die “Verkommenheit” der Politik von UNION und FDP. Und eiskalte, Menschen verachtende Typen wie der FDP-Bundestagsabgeordnete Lindner sieht sogar die Streichung des Erziehungsgeldes als Maßnahme zur Anregung der Aufnahme einer Beschäftigung!

Die Haltung solcher Politiker erinnert an die 30er und 40er Jahre. Auch damals wurden Bevölkerungsgruppen (Kommunisten, SPD-Mitglieder, Sinti, Roma, Behinderte, Juden,  …) stigmatisiert, um SCHULDIGE für die Misere zu finden, auf die sich der Hass der übrigen Bevölkerung richten sollte. Methodisch gibt es da keinen Unterschied, das sollte klar sein.

Auch damals fand man viele “Rechtfertigungen” für die Politik. Auch da gibt es “methodisch” kaum Unterschiede, wenn man die Lügenpropaganda von Politik und Journaille heutzutage vergleicht.

Da werden seitens der Regierung wie selbstverständlich Gesetze gebrochen und das Völkerrecht vielfach missachtet. Darüber gibt es viele Nachweise und Berichte von unabhängigen Organisationen wie Amnesty International.

Es hat einige Zeit gebraucht bis Bundespräsident Horst Köhler begriffen hatte, was er von der Bundeskanzlerin und dem Taugenichts Guido Westerwelle zu halten hatte. Für einen “Charakter” war das zunehmend eine untragbare Situation.

Oder anders bildhaft ausgedrückt: Solche Leute hält man auf Distanz; man würde sie nie zu sich nach Hause bitten! Genau diese Haltung war am Ende seiner Amtszeit erkennbar; es war eine Art Ekel vor der aktuellen Politik und ihren Vertretern in den verantwortlichen Positionen. Und das gilt auch ein Stück weit für die Journaille!

Wer es nicht als geradezu ekelhaft empfindet, wenn man alleinerziehenden jungen Müttern das Erziehungsgeld wegnimmt, der gehört zu dieser Kategorie Leute, die man nicht in die eigene Wohnung lässt!

Aber das versteht nur der, der sich noch ein wenig Anstand und Charakter und Selbstachtung bewahrt hat.

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