WDR-5-Journaille: Free-Gaza-Aktivisten

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An und für sich sollte man die Zahlung der GEZ-Gebühren einstellen, wenn öffentlich bezahlte “ARD-Sender” Nachrichten so verfälschen oder nur Halbwahrheiten berichten und dadurch der Bevölkerung die tatsächlichen Vorgänge vorenthalten werden.

Zumindest sollte man vernehmlich protestieren, damit die Lügen-Redakteure wissen, dass es zunehmend aufmerksame Bürger gibt, die solch einen Journalismus verachten.

In der Berichterstattung über den verbrecherischen Angriff israelischer Soldaten auf den Hilfskonvoi verschwieg WDR5 heute in den Nachrichten, dass der Angriff klar gegen internationales Recht verstoßen hatte. Verschwiegen wurde auch, dass die Menschen an Bord das Recht hatten, sich gegen diese Übergriffe zur Wehr zu setzen.

Der Bürger soll auch nicht wissen, dass die kriminelle israelische Regierung die entführten Passagiere und die Besatzungsmitglieder nicht mehr anklagen wollte, weil die Wahrheit über die “kriminellen Handlungen” der israelischen Regierung inzwischen über Blogger verbreitet wurden. Eine weitere Welle der Empörung wäre zu erwarten gewesen, wenn die kriminelle israelische Regierung auch noch die Frechheit besessen hätte, die widerrechtlich “Entführten” auch noch anzuklagen.

Natürlich lief die Propaganda-Maschine in Israel auf Hochtouren, um die Wahrheit zu verschleiern. Da wurden sogar “Werkzeuge” den Journalisten gezeigt, die man offenbar mühsam in den Schiffen gesammelt hatte. Solche “Bild-Nachrichten” sollen davon ablenken, dass sich die Passagiere und die Besatzung allenfalls damit zu Recht verteidigt hatten und verteidigen durften!

Der kriminelle israelische Angriff erfolgte etwa 70 Meilen vor der Küste, also in internationalen Gewässern. Israel hatte damit klar gegen das Seerechtsübereinkommen verstoßen.

WDR5 hatte in der anschließenden Kommentierung heute nach den 8:00 Uhr-Nachrichten nichts Besseres zu tun, als einen Korrespondenten nach seiner Einschätzung über die Hilfsorganisation “IHH” zu befragen. Mit dubiosen, nicht substantiierten Verdächtigungen wurde dann sogleich die Hilfsorganisation in Misskredit gebracht.

Der “Experte” lieferte auch noch den Verdacht, dass die israelischen Soldaten Waffen auf den Schiffen vermutet hätten. Ein fadenscheiniges Argument, weil ZEIT ONLINE darüber berichtete, dass die Schiffe vor Abfahrt vom türkischen Zoll genauestens untersucht wurden. Die Bewertung der Journalisten, die die Hilfsorganisation besucht hatten, steht in krassem Widerspruch zu den nicht belegten Verdächtigungen von WDR5. ZEIT ONLINE schreibt dazu:

Nimmt man die Bilder und die Eindrücke aus dem IHH-Hauptquartier in Fatih zusammen, ist hier beileibe kein radikalislamischer Verein als Subunternehmer von Hamas zu besichtigen. Es ist ein Hilfsverein und, ja, er wird von konservativen, gläubigen Muslimen getragen. Aber er ist offensichtlich unabhängig. IHH hat Kontakte zu Hamas – so wie türkische Behörden, wie die russische Regierung, wie europäische Abgeordnete auch. Die islamistische Hamas ist nach drei Jahren Blockade gegen Gaza nicht mehr so unberührbar, wie einige Regierungen und Journalisten es sich wünschen. Diese Aktion Israels jedenfalls hat Hamas wieder mal ein Stück salonfähiger gemacht.

So unterschiedlich kann die Berichterstattung sein. Bei WDR5 haltlose Verdächtigungen, bei ZEIT ONLINE ein erkennbares Bemühen, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen. Dass WDR5 solche berufstypischen, bei ZEIT ONLINE veröffentlichten Recherchen nicht berücksichtigt, war an und für sich zu erwarten.

Um nicht missverstanden zu werden: Auch die ZEIT ONLINE – Journalisten können sich nur einen Eindruck verschaffen. Der war aber durch Interviews unterlegt und man hatte sich einen Eindruck vor Ort verschafft. WDR5 gefällt sich darin, wie auch im “Georgien-Konflikt”, die von Anfang an vorhandenen FAKTEN zu ignorieren, um den kriminellen Angriff und die Tötung von Zivilisten zu rechtfertigen.

Schlimm ist, dass diese Art Journalismus bei WDR5 offenbar Methode hat, wenn es um das begangene Unrecht Verbündeter geht. Der Bevölkerung wird in den Nachrichten und der Kommentierung weitgehend verschwiegen, wie andere Staaten, z.B. die Türkei, auf die kriminellen Handlungen reagiert hatte.

Die Bezeichnung JOURNAILLE ist für solch eine Berichterstattung angebracht. SHAME ON YOU.

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