Euro: Falsche Ratgeber aus der Wirtschaft

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Es ist kaum zu glauben, dass die Medien jetzt mit “Experten” aus der Wirtschaft aufwarten, die an und für sich noch nie etwas von Volkswirtschaft verstanden haben.

Da wird z.B. behauptet, dass die Rückkehr zur D-Mark Deutschland isolieren würde. Und wenn ausgerechnet “BILD” Zitate aus der Wirtschaft verbreitet, dass die deutsche Wirtschaft durch den Euro jährlich Milliarden einsparen würde, dann stehen nur die egoistischen Interessen einiger weniger Konzerne im Vordergrund.

Die Politik sollte endlich dazu übergehen, die Interessen der gesamten Bevölkerung ins Auge zu fassen, nicht nur die Interessen der Eliten. Denn wie sich in der Finanzkrise gezeigt hat, führt diese Politik in das finanzielle Chaos und kriminellen Handlungen.

Das erfordert eine Politik, die sich von volkswirtschaftlichen Erkenntnissen und Überlegungen leiten lässt, nicht von Individualinteressen der Konzerne.

Die Politik hat es verlernt, die unübersehbaren Verwerfungen und Ursachen für Krisen wirksam zu bekämpfen. Die Gier und die Abzockerei weniger Banken und Konzerne bestimmen immer noch die Politik. Das führt in den Abgrund, wenn nicht endlich Sachverstand einkehrt.

Die Frage, ob die Aufrechterhaltung des Euro durchgehalten werden kann, wird von der wirksamen Bekämpfung der kriminellen Zocker und einiger Banken abhängen. Die Politik muss die Kraft aufbringen, auch einige von denen für ein paar Jahre ins Gefängnis zu stecken, damit der Betrug und die Untreue ein Ende hat!

Wenn Europa und die G20 nicht die notwendige Kraft aufbringen, um die Finanztransaktionssteuer einzuführen, Leergeschäfte zu verbieten, eine Reihe von toxischen “Bündelungs-Geschäften” (z.B. Forderungs-Pakete, Immobilien-Pakete) zu unterbinden, dann wird sich der Euro bei bestem Willen nicht halten lassen.

Aus dieser Sicht wirken die Ratschläge einiger Konzernlenker geradezu einfältig oder allenfalls egoistisch. Solche Ratschläge sind nicht geeignet, die Abwärtsspirale in Deutschland und Europa und darüber hinaus abzufangen.

Die Bundesregierung hat es immer noch nicht gelernt einzugestehen, dass die damaligen Kläger gegen den Euro, die Professoren Hankel, Nölling, Starbatty und Schachtschneider die drohende Entwicklung zutreffend vorhergesagt hatten. Es ist geradezu peinlich ja absurd, sich diesen Sachverstand nicht in der Krise zu sichern.

Da setzt man nur auf Abgesandte der “Bertelsmann-Stiftung” und anderer Einrichtungen der Wirtschaft, die an den grandios gescheiterten neoliberalen Zeitgeist immer noch glauben und ihn verbreiten.

Aber mit der Politik des Egoismus einer kleinen Gruppe von Konzernen lassen sich nicht wirkungsvolle volkswirtschaftliche Konzepte erarbeiten und durchsetzen. Damit würde nur Zeit verloren gehen, die man an und für sich nicht mehr hat.

Die Politik hat sich in der Attitüde gefangen, auch an erkennbaren “Irrwegen” festzuhalten, weil Alternativen nicht greifbar sind oder man diese schlicht ignoriert.

Notwendig wäre jetzt ein Gremium aus Fachleuten, die im Sinne eines ständig tagenden “Krisenstabes” die volkswirtschaftlichen Konzepte in Deutschland und im EU-Verbund erarbeiten, die aus der Krise herausführen. Dabei ist es erforderlich, auch Juristen hinzuzuziehen, damit die kriminellen Geschäfte im Inland und auf EU-Ebene (Änderung des EU-Vertrages) so schnell wie möglich verboten werden. Zuwiderhandeln sollte mit Gefängnis bestraft werden. Wer in der Politik immer noch auf die “Selbstheilungskräfte der Wirtschaft” setzt, der muss sofort aus allen Aufgabenstellungen entfernt werden.

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