Westerwelle: Der Rechtspopulist

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Es erinnert an und für sich schon an die 30er und 40er Jahre, wenn der Taugenichts Guido Westerwelle (FDP) sein Lieblingsthema “HartzIV-Empfänger” wieder aufnimmt.

Die 30er und 40er Jahre deshalb, weil die Kernstrategie, damals wie heute, sich durch die Verfolgung und Diffamierung von Randgruppen und Minderheiten auszeichnete, um das “Mitläuferverhalten” der Bessergestellten zu forcieren und die Angst und die Passivität der Unterschicht zu bewirken.

Wer auf die “faulen” HartzIV-Bezieher verbal und mit unmenschlichen Sanktionen einwirken kann, der diszipliniert gleichzeitig die Arbeitnehmer und sorgt mit der Drohung, auch bald zu den Stigmatisierten zu gehören, für Lohnzurückhaltung und Existenzangst.

Die HartzIV-Stigmatisierung (1-Euro-Job = gesellschaftliche Sklaven) soll den Bürgern suggerieren, dass sie sich gefälligst in die “gesellschaftlichen Notwendigkeit” der zunehmenden ARMUT bei ansteigender Leistungsanforderung einfügen müssen.

Die 1-Euro-Jobs haben den “Arbeitsmarkt” ad absurdum geführt; er funktioniert nicht mehr, weil mit der geschürten “Angst” jede Kondition, die noch über den HartzIV-Bezügen liegt, akzeptiert wird.

Auch qualifizierte Arbeitnehmer sind davon betroffen. Sie werden und wurden seit Jahren in der Bezahlung durch ausbleibende Gehalts-anpassungen abgestuft. Nicht selten wurde der Umweg über eine vermeintlich notwendige Reorganisation gewählt, um Löhne und Gehälter systematisch zu drücken.

Mit dem perfiden Argument der Gegenleistung, die HartzIV-Empfänger zu erbringen hätten, wird in Wirklichkeit der Arbeitsmarkt ausgeschaltet; die Arbeitgeber können Löhne und Gehälter nahezu diktieren, da auch das Instrument der “Zeitarbeit” und der ausgedehnten “Probezeit” hinzukommt.

Pikant ist, dass die breite Masse der Bevölkerung inzwischen so “politisch über die Medien (Journaille) verdummt” wurden, dass sie die Zusammenhänge gar nicht durchschaut. Und die Wenigen, die es durchschauen, schweigen häufig lieber, weil sie sich hilflos fühlen und schlicht die Angst den Alltag bestimmt.

Die neuesten Kapriolen des Taugenichts Guido Westerwelle können hier nachgelesen werden:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147459

Wer nun meint, dass die Erinnerung an die 30er und 40er Jahre “überzogen” sei, den erinnere ich an die Tatsache der bewußt herbeigeführten 3-Klassen-Medizin. Diese Politik führt nach Studien aus England dazu, dass die “Unterschichten” eine um ca. 7 Jahre verkürzte  Lebenserwartung haben. Während es damals “ethnische und religiöse Gründe” für die Ausgrenzung gab, reichen heute “Kostengründe” bzw. die Erhaltung des Reichtums der Abgehobenen.

Es soll sogar Wissenschaftler aus dem Fachgebiet der “Ethik” geben, die für das frühzeitige Absterben armer Menschen “gute Begründungen” finden.

Bei dem “Bild” der 30er und 40er Jahre geht es a priori um die Haltung des “Oben” und “Unten” in der Gesellschaft. Die “Unterschichten” mussten gehorchen und sich in ihr Schicksal ergeben. Das war die Tradition des Obrigkeitsdenkens, das sich bis heute erhalten hat.

Der Taugenichts Guido Westerwelle verkörpert geradezu (bewusst oder unbewusst) diese Haltung, wenn er mit innerlicher Überzeugung die HartzIV-Empfänger und die Armen in der Gesellschaft in der Öffentlichkeit diffamiert.

Die Bürger sollten sich gegen die Renaissance der 30er und 40er Jahre zur Wehr setzen, indem sie bei der NRW-Wahl die FDP aus dem Landtag jagen. Jeder wird einmal in die Situation geraten, auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen zu sein. Wer sich nicht eine teure Privatversicherung leisten kann, der setzt sich dem zunehmenden Risiko der Verkürzung der Lebenserwartung aus, weil eine kleine Schicht von Neoliberalen immer reicher werden wollen und die Gier und die Abzockermentalität gesellschaftsfähig geworden ist.

Dem gilt es mit Nachdruck zu begegnen, mit einer klaren Sprache und mit Wahlverhalten.

Das Denken und das “Menschenbild” der 30er und 40er Jahre ist noch lange nicht überwunden!

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