Afghanistan: WDR5 schürt Kriegslust in der Bevölkerung

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An und für sich ist es nicht die Aufgabe des Öffentlichen Rundfunks, die Kriegslust und die Kriegsbereitschaft zu schüren. Der Primitiv-Journalismus von WDR5 lässt jetzt Kommentatoren und Experten zu Wort kommen, die jetzt die TALIBAN mit dem Begriff Atombomben vermengen. Eine Irrationalität, die kaum zu überbieten ist. Denn in Afghanistan kämpft inzwischen auch der einfache Bürger gegen die Soldaten, die ihre Familien ohne Grund umbringen!

Die schrillen Stimmen nach dem Tode weiterer Soldaten in Kunduz nehmen jetzt zu. Der KRIEG wird landab landauf als Begriff dazu benutzt, der Eskalation der Gewalt das Wort zu reden.

Dabei hat die Eskalation der Gewalt im Norden Afghanistan ganz andere Gründe. Die “Kriegsverbrechen in Afghanistan und im Irak” sind m.E. der eigentliche Grund für die Kampfhandlungen; selbst der afghanische Präsident wendet sich inzwischen gegen die Alliierten.

http://www.hintergrund.de/index.php/20100415814/globales/kriege/kriegsverbrechen-in-irak-und-afghanistan.html

Es sollte auch bekannt sein, dass die neue US-Politik, bestimmte “Warlords” in den Regionen zu unterstützen, zu Vertreibungen ethnischer Minderheiten auch im Norden Afghanistans geführt hat.

Diese Tatsachen werden von der Journaille wie selbstverständlich ausgeblendet. Die Bevölkerung soll endlich kriegsbereit gemacht werden, nicht nur in Afghanistan.

Dass das Grundgesetz Angriffskriege verbietet, wird auch von WDR5 schlicht ignoriert.

Das die Bundesregierung auf die Friedenspolitik durch das Grundgesetz verpflichtet ist, wird man selten in den Medien lesen oder hören können. Die Journaille wetzt jetzt das Messer; der böse FEIND muss bestraft werden.

Da kommt kaum jemand auf die Idee einmal danach zu fragen, ob der Einsatz in Afghanistan nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Da wurden undifferenziert “humane Forderungen” nach der Befreiung der Frauen in den Vordergrund gestellt, ohne an die verinnerlichten Traditionen in solchen Ländern zu denken. Es erscheint geradezu absurd, dass mit man westlichen Maßstäben solche Länder befrieden will.

Richtig ist vielmehr, dass sich solche Länder nur aus sich heraus auf Sicht ändern können und ändern werden. Aber Voraussetzung ist die innere Überzeugung der Menschen, die nicht durch den Einsatz von Waffen und das Töten vieler Zivilisten herbeigeführt werden kann.

Die westliche Propaganda-Maschine hat es geschafft, von den tatsächlichen Kriegsgründen abzulenken. Der Journaille scheint der Tod weiterer deutscher Soldaten geradezu willkommen zu sein, um den Hass und die Kriegsbereitschaft in der Bevölkerung zu schüren.

Nach der öffentlich zugänglichen Kriegsstrategie der US-Regierung geht es um die Beherrschung des gesamten Nahen Osten, um die für die westliche Welt überlebensnotwendigen Energie-Ressourcen zu sichern. Hinzu kommt die Absicht, Drohkulissen bzw. Militärbasen einzurichten, die sich gegen Russland und China wenden, die großen Konkurrenten im Machtspiel der Abgehobenen an der Ostküste und in religiösen Zirkeln. Nordkorea und der IRAN sind die “offiziellen Bösen”; die “ungenannten” Bösen sind nach wie vor Russland und China. Der Kalte Krieg wurde in Wirklichkeit nie beendet, da das Ziel der Unterwerfung Russlands bis heute nicht erreicht wurde. Es geht um den Erhalt der Vormachtstellung in der Welt und auch darum, Europa von einer friedlichen Zusammenarbeit mit Russland und anderen Ländern abzuhalten. Denn die dominierende Ideologie der US-geprägten neoliberalen Wirtschaft, insbesondere die Rüstungs-industrie, braucht KRIEGE, um die Macht und den Reichtum einer kleinen Gruppe von Nutznießern zu erhalten.

Und dazu braucht es Bevölkerungen, die kriegsbereit sind! Wer sich aber einmal eine sehr tiefsinnige und ehrliche Meinung anhören will, der sollte einmal den Worten von Georg Schramm (Neues aus der Anstalt) lauschen:

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